Jörg Reiners

Wir müssen uns über unsere Ziele verständigen

Warum also soll ich einen Zug einsteigen, wenn ich mir nicht sicher bin, wohin überhaupt die Reise geht?

Als mich der Aufruf erreicht hat, mich in eine Strategiedebatte einzubringen, muss ich mein Gesicht wohl zu einer außergewöhnlichen Miene verzogen haben.
Denn nur selten kommentiert mein Ehefrau meine Gesichtzüge so spontan und fragend, wie zu diesem Zeitpunkt: "Ist Jemand gestorben oder was ist los?"

Auch heute bin ich mir nicht wirklich sicher, was dieser oberflächliche Aktionismus soll!

Für gewöhnlich zerbricht man sich den Kopf bezüglich einer Strategie, wenn man weiß, auf welches Ziel sich diese Strategie denn richten soll.
Deshalb hätte ich eine Debatte, die zunächst der Gemeinsamkeit von Zielen gilt für besser gehalten.

Warum also soll ich einen Zug einsteigen, wenn ich mir nicht sicher bin, wohin überhaupt die Reise geht?

Noch heute mutet mir die "Partei" DIE LINKE mehr wie eine Kakophonie als eine Symphonie an.
Zu unterschiedlich, zu weit gefasst sind die bislang zu vernehmenden "Ziele".

Alleine zu beobachten, wie lange, wie zögerlich, wie oberflächlich sich DIE LINKE mit dem Grundeinkommen befasst (oder auch nicht), wie weit verbreitet die Weltanalyse im Schwarz-Weiß-Raster vorgenommen wird,
möchte ich doch erst einmal wissen, woran ich mit dieser Partei bin, bevor ich mir den Kopf zerbreche, "wie" Ziele erreicht werden könnten!

Von daher würde ich es begrüßen, zunächst einen Willensbildungsprozess einzuleiten.
Zumindest sollte man den anstehenden Mitgliederentscheid in Sachen Grundeinkommen abwarten.

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